Neuaushandlung von Technik – Medien – Geschlecht in Münster

Die Fachgruppe „Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) tagt dieses Jahr vom 2. bis 4. Oktober an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Unter dem Titel „Technik – Medien – Geschlecht revisited: Die Bedeutung von Gender in digitalisierten Medienwelten“ erschien auch ein Aufruf zur Einreichung von Beiträgen zur Tagung. Die Tagung soll der Reflexion und Diskussion darüber dienen, welcher Weiter- und Neuentwicklungen es im Verhältnis Technik, Medien und Geschlecht aus Sicht der kommunikationswissenschaftlichen Geschlechterforschung bedarf.

Im schnellen Wandel der Medienkommunikation durch Digitalisierung, Datafizierung und Automatisierung entstehen immer wieder neue Medientechnologien. Diese Entwicklung ist eng mit wirtschaftlichen Dynamiken verknüpft, was dazu führt, dass Technik und Technologien immer wieder neu diskutiert werden müssen. Die Akzeptanz und die tatsächliche Verwendung neuer Technologien beruht vor allem auf der gesellschaftlichen Relevanz, die ihnen zugeschrieben wird. Die Kategorie Geschlecht spielt bei der Bestimmung der Bedeutung eine zentrale Rolle, vor allem, wenn es um Teilhabe und Aneignung geht.

Eine weitere Frage, die auf der Tagung diskutiert werden soll, ist, „inwiefern das Aufkommen neuer Medientechnologien Impulse für die Aushandlung von Geschlechterkonstruktionen jenseits […] traditioneller Entwürfe von Weiblichkeit und Männlichkeit liefern kann“ (Call Jahrestagung FG „Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht“). Mit dem Ziel der Analyse der Zusammenhänge von Medientechnologie und Geschlecht unter aktuellen Fragestellungen und Gesichtspunkten konnten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bis zum 30. März Abstracts zu den Themengebieten „Theorie“, „Medien als technische Objekte“, „Medienaneignung“ oder „Fachkultur und Berufsfeldforschung“ einreichen.

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