Im Dezember hat sich gender2technik zum zweiten Mal an der Aktion #4genderstudies beteiligt. Dieses Mal – wie viele andere Akteur*innen der Geschlechterforschung auch – mit Videostatements.

Neu war die Unterstützung durch den Präsidenten der Hochschule, Professor Hartmut Ihne, und die Gleichstellungsbeauftragte, Annegret Schnell. Zudem hat ein Studierender des Fachbereichs Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus den vorgegebenen Satz „Geschlechterforschung ist für eine demokratische Gesellschaft wichtig …“ vervollständigt.

Demokratische Teilhabe

Professor Hartmut Ihne wirft in seinem Statement einen weiten Blick auf Gesellschaft und ihre Entwicklung. Er attestiert der Geschlechterforschung Erkenntnisse über die historische Entwicklung von Geschlechterbildern und ihre unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen. Nur auf der Grundlage dieser Analysen, so Ihne, könne geklärt werden, „wie eine faire demokratische Teilhabe aller Geschlechter an gesellschaftlichen Prozessen möglich ist“.

Der Student hebt hervor, dass Geschlechterforschung es ermöglicht, traditionelle Rollenbilder aufzubrechen und Gruppen, die diesen Normen nicht entsprechen, zu respektieren. So werde der Weg in eine gerechtere Gesellschaft geebnet.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Die Gleichstellungsbeauftragte Annegret Schnell betont, dass im Zeitalter der Digitalisierung die Gefahr besteht, dass Algorithmen Genderstereotype fortführen. Geschlechterforschung könne dies aufdecken und in eine andere Richtung lenken.

Künstliche Intelligenz (KI) wird unseren Alltag in Zukunft immer stärker bestimmen, so der Ausgangspunkt von Technikjournalismus-Professorin Susanne Keil. Vor diesem Hintergrund formuliert sie den Anspruch, dass KI von möglichst heterogenen Teams entwickelt wird und ist sich sicher, dass Geschlechterforschung hierzu Wege aufzeigen kann.

Reaktionen auf Twitter

Die Video-Statements wurden allein auf Twitter über 1.000 mal aufgerufen. Von den vielen Retweets und Reaktionen hat sich das Team von gender2technik insbesondere über die von Sabine Hark, Professorin an der Technischen Universität Berlin, gefreut:“#4GenderStudies auch in der Technik! Danke @gender2technik für den Beitrag! https://twitter.com/gender2technik

Aber auch die Verantwortlichen des Portals genderleicht.de, das Tipps für gendergerechtes Schreiben, Sprechen und Visualisieren im Journalismus gibt, hat die Statements kommentiert: „@gender2technik macht den #Gendercheck bei der Technikberichterstattung #Journalismus. Das finden wir prima, am Aktionstag #4genderstudies und an jedem anderen Tag!“

Alle Video-Statements können auf unserem neuen Instagram-Kanal noch einmal angesehen werden.

/Susanne Keil

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