Einer neuen Pisastudie zu den Ursachen der Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern im Bildungsbereich (PDF 2,43 MB) der OECD zufolge, haben Mädchen gegenüber gleichaltrigen Jungen einen Lesekompetenzvorsprung, glauben aber weniger an ihre mathematischen Fähigkeiten. „Wenn Jungen und Mädchen gleich starkes Vertrauen in ihre Fähigkeiten setzen, verringern sich die geschlechtsspezifischen Leistungsunterschiede in Mathematik“, heißt es in der Studie. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede seien also nicht auf genetische Begabungsunterschiede, sondern auf kulturelle Einstellungen und Erwartungshaltungen zurückzuführen. Um Chancengleichheit zu erreichen müssten sich nicht nur Eltern und Lehrkräfte einsetzen, sondern auch Politikverantwortliche und andere meinungsbildende Kräfte.

/Deliah Michely

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